Was Sie schon immer über das Auge und die Contactlinse wissen wollten...!

An dieser Stelle wollen wir Ihnen interessante Artikel, wissenschaftliche Studien und aktuelle Publikationen rund um die Themen Augen und Contactlinsen vorstellen.

Sollten Sie Interesse an maßgefertigten Contactlinsen, deren Handhabung und Pflege sowie der individuellen Verträglichkeit haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Trockenes Auge ? Für Contactlinsen kein Hinderungsgrund mehr

Trockenes Auge ? Für Contactlinsen kein Hinderungsgrund mehr

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für beschwerdefreies Contactlinsentragen gehört ein gesundes Auge mit intaktem Tränenfilm. Allerdings treten Benetzungsstörungen heute immer häufiger auf. Dabei sind diese Störungen nicht immer krankheitsbedingt sondern werden durch zahlreiche Umwelteinflüsse ausgelöst. Bildschirmarbeit ist zum Beispiel ein enormer Stress für die Augen. Steigende Umweltbelastungen wie Ozon, Smog, Autoabgase oder Klimaanlagen sind weitere Verursacher. Natürlich gibt es auch einige körperliche Gründe: nachlassende Tränenproduktion im Alter, hormonelle Umstellungen (Schwangerschaft, Wechseljahre) und Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes. Auch bestimmte Medikamente, (Anti-Baby-Pille, Beta-Blocker, Schlafmittel) belasten die Qualität des Tränenfilms.

Früher riet man Interessenten mit trockenen Augen vom Linsentragen ab. Heute kann man durch verschiedenste Maßnahmen, die speziell auf die Situation jedes Einzelnen abgestimmt sind, den Wunsch nach Contactlinsen erfüllen.


Auswahl des Contactlinsenmaterials

Linsenhersteller beschäftigen sich mit der zunehmenden Zahl trockener Augen. Die Ergebnisse sind ermutigend. Inzwischen stehen Contactlinsen mit Materialeigenschaften zur Verfügung, die das Verdunsten der Tränenflüssigkeit vermindern, die also das Auge länger feucht halten. Diese Materialien sind sogar so wirksam, dass sie unter Umständen ohne optische Korrektion nur als ?Verband? für krankhaft trockene Augen verwendet werden. Dann übernehmen die Contactlinsen die eigentliche Funktion des intakten Tränenfilms - die Lider gleitfähig zu machen und die Augen vor dem Austrocknen zu bewahren.


Das richtige Contactlinsen-Pflegemittel

Wer unbeschwert viele Jahrzehnte Contactlinsen tragen möchte, sollte unkonservierte Pflegemittel verwenden. Eine über fünf Jahre laufende Studie hat gezeigt, dass sich bei der regelmäßigen Verwendung von so genannten Kombilösungen (All in One-Solutions) mit Konservierungsstoffen, die Anzahl der in der Hornhaut vorkommenden Becherzellen stark reduziert. Becherzellen geben Schleim ab und unterstützen den Einschluss von kleinen Fremdkörpern und deren Abtransport aus dem Auge. Die Konservierungsstoffe sind für die schwindenden Becherzellen verantwortlich.

Wenn das Auge in diesem Zustand ist und das Pflegemittel nicht verändert wird, ist ein Ende des Contactlinsentragens absehbar.

Contactlinsenträger mit trockenen Augen, die schon unkonserviertes Pflegemittel verwenden, aber die genannten äußerlichen Faktoren nicht ändern können, steht eine ganz besonders milde Reinigungslösung zur Verfügung. Die Bulbus Dynamik Serie, rein biologisch auf Kochsalzbasis hergestellt, enthält keine körperfremden Stoffe. Der höhere Kaliumanteil in der Lösung ermöglicht einen wesentlich besseren Tragekomfort von Contactlinsen.
Nachbenetzungsmittel

Tränenersatzmittel sind in ihrer Zusammensetzung der natürlichen Tränenflüssigkeit angeglichen. Sie bilden jedoch nicht nur einen Ersatz für mangelnden Tränenfilm, sondern bilden darüberhinaus auch einen Schutz- und Gleitfilm. Es gibt sie als Augentropfen oder als Augengel. Für Contactlinsenträger und Menschen mit empfindlichen Augen sind prinzipiell konservierungsstofffreie Mittel zu bevorzugen (z. B. Hyabak, Hylovision sine, Hylovision sine Gel).

Bei modernen Nachbenetzungsmitteln ist ein Gewöhnungseffekt nicht zu befürchten. Die lindernde Wirkung nimmt im Laufe der Zeit nicht ab und auch die normale Tränenproduktion verringert sich nicht.

Wer ein pflanzliches Mittel verwenden möchte, kann ?Augentrost-Tropfen? (botanisch: Euphrasia officinalis) verwenden. Augentrost lindert entzündliche Erkrankungen der Augen, der Lider und der Bindehäute.

 
Das können Sie als ContactlinsenträgerIn selbst tun:

    * Die Contactlinsen sorgfältig mit dem geeigneten Mittel reinigen, so dass keine Ablagerungen entstehen können.
    * Ausreichend trinken, mindestens zwei Liter pro Tag
    * Bildschirmarbeit: häufiger blinzeln, ermüdete Augen mal schließen oder ab und zu in die Ferne schauen
    * Durchführung des Lidschlagtrainings (Die erläuternde Broschüre darüber senden wir Ihnen gerne zu.
    * Kosmetik: morgendliche und abendliche Reinigung (sog. Lidrandhygiene), um Hautfett, Wimperntusche und Schuppen zu entfernen
    * Verwendung von geeigneten Kosmetik-Produkten, die die Augen nicht reizen (z.B. Eye Care)
    * Für ausreichend Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Arbeitsräumen sorgen
    * Lüftungsgebläse, z.B. im Auto nicht direkt auf die Augen richten.

Keratokonus und Therapiemöglichkeiten (Kopie 1)

Keratokonus und Therapiemöglichkeiten (Kopie 1)

Der Keratokonus ist eine zumeist auf beiden Augen (80-85%) auftretende, nicht entzündliche Stoffwechselerkrankung der Hornhaut. Diese Erkrankung geht einher mit einer zunehmenden kegelförmigen Vorwölbung der Hornhaut sowie mit einer Abnahme der Hornhautdicke.
Dabei beginnt der Keratokonus oft einseitig und auch unterschiedlich schnell. Das Vorkommen des Keratokonus ist etwa 1/2000 in der Gesamtbevölkerung. Die Häufigkeit ist aber regional sehr unterschiedlich. Man geht heute davon aus, dass Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind.

Was merken die Patienten?

Beim Keratokonus kommt es zu einer vermehrten Vorwölbung der Hornhaut. Da die Hornhaut ein wichtiger Bestandteil der Optik des Auges ist, entsteht dadurch eine Reihe verschiedener Symptome: diese umfassen Schwankungen in der Sehschärfe, eine Abnahme der Sehschärfe, das Wahrnehmen von Lichtringen um Leuchtquellen (“Halos”) sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit und Blendung.
Die Sehschärfe nimmt innerhalb von 7 Jahren bei bis zu 30% der Betroffenen um 20% oder mehr ab.

Was ist die Ursache?


Die Ursache für die Entwicklung eines Keratokonus ist noch unklar. Am ehesten werden Enzymveränderungen im Epithel (Deckzellschicht) bzw. Veränderungen der stromalen Matrix der Hornhaut angenommen. Auch ein genetischer Defekt und Mikrotraumen durch verstärktes Reiben der Augen – beispielsweise bei Allergikern - werden als Auslöser diskutiert. Bekannt ist jedoch, dass verschiedene Erkrankungen in Verbindung mit einem Keratokonus gehäuft auftreten, so zum Beispiel bei einer atopischen Dermatitis, Keratitis sowie Keratokonjunktivitis vernalis (bis zu 35%). Ein erhöhtes Auftreten wird auch beim Down-Syndrom, Marfan-Syndrom, Turner-Syndrom, Ehlers-Danlos-Syndrom sowie Osteogenesis imperfecta angegeben.

Welche Veränderungen treten in der Hornhaut auf?


Vor allem die vorderen Schichten der Hornhaut weisen Veränderungen auf. So ist das Epithel dünner und unregelmäßiger als normal. Die angrenzende Basal- und Bowman Membran sind teilweise verdünnt und vernarbt. (Abbildung: Schemazeichnung Konus-HH aus IL-Broschüre)
Charakteristische Veränderungen der Hornhaut sind ihre zentrale Verdünnung, vertikale Linien (Vogt’sche Striae), eine verstärkte Zeichnung von Nervenfasern, der Fleischer-Ring (Eisenablagerungen) an der Basis (50%), Rupturen der Descemet und der Bowman Membran.
Typischerweise beginnt der Keratokonus in der Pubertät und schreitet dann bei ca. 20% aller Keratokonuspatienten soweit voran, dass eine Hornhauttransplantation wegen einer Vernarbung oder einer irregulären Verkrümmung durchgeführt werden muss.
Deswegen ist der Keratokonus auch insgesamt gesehen mit bis zu 20% eine der häufigsten Gründe zur lamellären oder perforierenden Keratoplastik (Hornhauttransplantation). Selbst auf dem Hornhauttransplantat kann sich der Keratokonus nach Jahrzehnten wieder ausbilden.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?


    * Brille
    * Contactlinsen
    * tiefe lamelläre oder auch perforierende Keratoplastiken
    * intrastromale Ringsegmente
    * Hornhautvernetzung („collagen cross-linking“, CCL = Hornhautstabilisierung          mit Riboflavin und UV-Licht)


Eine Heilung im idealen Sinne gibt es nicht, da die Erkrankung ja quasi "in unseren Genen steckt". Jedoch ist auch ein spontaner Stillstand möglich (sehr selten).
Zunächst wird versucht die Sehleistung mit Brillen oder Contactlinsen zu verbessern. Für die voranschreitenden Fälle können formstabile Contactlinsen die Sehleistung verbessern, sie können jedoch nicht den Krankheitsprozess aufhalten.
Noch vor wenigen Jahren blieb in fortgeschrittenen Fällen als einzige Therapieoption nur eine Hornhauttransplantation (lamellär oder perforierend), um bei deutlicher Sehverschlechterung eine Verbesserung das Sehvermögen zu erzielen.
Intrastromale Ringsegmente werden tief in die Hornhaut eingesetzt und sollen die unregelmäßige Verkrümmung verbessern. Der Effekt kann bzgl. der Sehverbesserung deutlich sein, hält aber nicht immer an. Diese Technik ist Mitte der 90 Jahre zur Behandlung einer geringen Kurzsichtigkeit entwickelt worden und kann ernste Komplikationen wie Perforationen und Infektionen bedingen. Diese Technik lässt sich auch mit der Vernetzungsmethode mit Riboflavin und UV-Licht kombinieren, um die erzielte Verbesserung der Oberflächenkrümmung auch mittel- bis langfristig zu stabilisieren.

Contactlinsen bei Keratokonus


Zahlreiche Contactlinsen-Typen wurden schon für die Versorgung von Keratokonus entwickelt. Am häufigsten verwendet man heute sauerstoffdurchlässige formstabile Contactlinsen. Sie zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

 

    * Ausgleich der bei Keratokonus auftretenden Kurzsichtigkeit und des entstehenden Astigmatismus
    *  Optimale Versorgung des Auges mit Sauerstoff, denn auch durch das Material hindurch wird die Hornhaut versorgt
    *  einfache Handhabung (Aufsetzen, Herausnehmen, Pflegen)
    * Möglichkeiten von individuellen, „maßgeschneiderten) Formen, passend für jeden Keratokonus-Patienten

 

Große Sorgfalt und viel Erfahrung sind bei der Versorgung von Keratokonus-Augen gefordert. Regelmäßige Sitz- und Funktionskontrollen, manchmal auch häufige Modifikationen sind nötig, um eventuelle Formänderungen der Hornhaut rechtzeitig zu erfassen, bzw. darauf zu reagieren. Folgende Contactlinsen-Typen kommen zur Anwendung:

 
    * Formstabile Contactlinsen
    * Grenzlimbale Contactlinsen
    * Miniscleral- oder Sclerallinsen
    * Huckepack-Systeme (weiche Trägerlinse, darüber eine formstabile Korrektionslinse)
    * Individuelle weichen Contactlinsen
    * weiche Contactlinsen mit „hartem“ Kern

 

Alle Contactlinsen-Typen können sphärisch, torisch, quadrantenspezifisch, asymmetrisch, mit dezentrierter Optik o.ä. gestaltet sein, individuell eben, ganz nach der Form des Auges.

 

Was ist die Hornhautvernetzung oder die Kollagenvernetzung mit Riboflavin und UVA-Licht?

Beim Keratokonus ist die Hornhautfestigkeit verringert, wodurch es zu einem Hervorwölben der Hornhaut kommt mit der Folge einer Verschlechterung der optischen Abbildungseigenschaften. Eine Reduzierung der Vernetzungen der Kollagenfasern wird unter anderem als Ursache beim Keratokonus diskutiert. Das Ziel der Hornhautquervernetzung besteht in der künstlichen Erhöhung des Grades der Vernetzungen im Hornhautstroma, um so eine ausreichende mechanische Stabilität zu erzielen.
Diese Therapiemethode ist in Dresden an der Universitäts-Augenklinik entwickelt worden und wird nur in wenigen Kliniken in Deutschland angeboten.

Was bewirkt eine photochemische Vernetzung?


Für die Behandlung des Keratokonus wurde die photochemische Vernetzungsmethode mit Riboflavin und UVA-Licht gewählt, weil sie einfach und sicher handhabbar ist, eine kurze Therapiezeit ausreicht, nicht toxisch ist und die Transparenz der Hornhaut unverändert lässt. Bei dieser photochemischen Reaktion werden Sauerstoffradikale durch UV-Licht gebildet.
Um die Effektivität dieses Prozesses bei UV-Strahlung zu erhöhen, wird Riboflavin als spezieller Photosensibilisator verwendet. Riboflavin ist ein Vitamin (Vitamin B2), das als Farbstoff in der Lebensmitteltechnik verwendet wird und auch als Medikament vorliegt. Es ist nicht toxisch und über die Apotheken beziehbar.
Die Strahlung erzeugt nur an dem Ort eine Wirkung, an dem sie auch absorbiert wird und damit Energie an das Gewebe abgibt. Damit wird erreicht, dass 95 % des UV-Lichtes in der Hornhaut absorbiert werden und die Linse oder die Netzhaut nicht von den UV-Strahlen geschädigt werden. Deshalb ist es ganz wichtig, zirka 30 Minuten vor der Bestrahlung Riboflavinlösung auf die Hornhaut zu tropfen, um diesen Schutz zu garantieren.

Contactlinsen in der Schwangerschaft

Contactlinsen in der Schwangerschaft

Kann ich während der Schwangerschaft weiterhin Contactlinsen tragen?

Verändert sich während der Schwangerschaft etwas an den Augen? Ja, aufgrund der hormonellen Umstellung – übrigens auch noch während der Stillzeit – kommt es zu einer veränderten Zusammensetzung des Tränenfilms. Dies kann zu trockeneren Augen und damit zu einem geringerem Tragekomfort der Linsen führen und unter Umständen vermehrte Ablagerungen hervorrufen. Auch der Sehkomfort kann nachlassen. Durch die erhöhte Wasseraufnahme des Körpers kann die Dicke der Hornhaut zunehmen, was dann zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit führen kann. Kurzsichtige beobachten häufig eine nachlassende Sehschärfe in der Ferne und einen leichten Anstieg der Kurzsichtigkeit. Oft ist dieser Anstieg nach Beendigung der Stillzeit nicht mehr zu bemerken. Es gibt aber auch Frauen, die überhaupt keinen Unterschied im Seh- und Tragekomfort ihrer Linsen während der Schwangerschaft bemerken.


Veränderungen am Auge

Einige Veränderungen, die während der Schwangerschaft auftreten können (aber nicht auftreten müssen) haben wir zusammen getragen. Die Veränderungen sind während der Schwangerschaft und Stillzeit meist physiologisch normal, denn durch den veränderten Hormonhaushalt kommt es zu einer Veränderung vieler Stoffwechselvorgänge. Wir bieten Ihnen an, uns auch bei diesen Problemen zu einem kurzen Check aufzusuchen.

    * Die Augenlider können leicht anschwellen. Ursache sind Ödeme (Wassereinlagerungen) der Lidbindehaut. Dadurch kann sich der Tragekomfort der Kontaktlinsen etwas verringern.
    * Die Bindehaut neigt besonders gegen Abend eher zu ödematischen Veränderungen und bekommt dadurch vielleicht ein "glasiges" Aussehen.
    * Die Tränenfilmmenge und -zusammensetzung verändert sich. Meist sind die wässrigen Teile besonders zum Ende der Schwangerschaft reduziert. Daraus resultierende vermehrte Ablagerungen auf den Kontaktlinsen können die Folge sein.. Die im Normalfall weißliche Bindehaut des Auges kann sich zum Ende des Tages leicht röten.
    * In der Hornhaut kann es ebenfalls zu Ödemen kommen. Dann wird das Auge etwas blendempfindlicher und die Kontrastwahrnehmung sinkt.
    * Lassen Sie auch Ihre Brille hinsichtlich der optimalen Werte und des Sitzes prüfen. Da die Contactlinsen eventuell weniger getragen werden, werden Sie Ihre Brille häufiger benötigen. In der Regel ist auch das Tragen der Linsen bei der Geburt im Krankenhaus nicht erwünscht.


Ungefähr ein bis zwei Monate nach der Geburt und nach dem Ende der Stillzeit sollten Sie wieder einen Termin mit uns vereinbaren. Wir kontrollieren und optimieren dann wieder Stärke, Sitz und Verträglichkeit Ihrer Kontaktlinsen.

Nur in seltenen Fällen wird man Ihnen raten, vorübergehend ganz auf die kleinen Wunderschalen zu verzichten.

Nach der Schwangerschaft sind die Kontaktlinsen der Brille in vieler Hinsicht überlegen. Auch wenn die Kinder größer werden überzeugen die Kontaktlinsen.

Übrigens: wenn Sie Kontaktlinsen tragen, nehmen Sie Ihre Brille zur Geburt mit, da Sie wegen des erhöhten Augeninnendruckes bei der Geburt die Kontaktlinsen eventuell abnehmen müssen. Es wäre doch schade, wenn Sie Ihr Baby nur verschwommen sehen würden.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Baby gute Gesundheit und viel Freude!

Contactlinsen und Sport – Zwei Seiten einer Medaille

Contactlinsen und Sport – Zwei Seiten einer Medaille

Wer immer Sport betreibt, tut dies aus unterschiedlicher Motivation: Freizeitsportler stellen Gesundheit und Spaß in den Vordergrund, während Leistungssportler primär den Erfolg, meist mit professioneller Trainerunterstützung anstreben. Für Vereinssportler stehen Geselligkeit, Erfahrungsaustausch oder auch andere Vereinsangebote oft an erster Stelle.

Für das erfolgreiche Betreiben einer Sportart ist die Korrektion einer Fehlsichtigkeit meist unumgänglich. Mit einer Brille sind jedoch viele Sportarten kaum oder nur eingeschränkt möglich.

Das Sehen kontrolliert bis zu 95 % aller Bewegungen. Diese Bedeutung wird weitgehend verkannt, denn viele Sportler haben schon länger keine routinemäßige Sehprüfung durchführen lassen. Erwiesen ist jedoch, dass besseres Sehen auch bei Freizeitsportlern eine deutliche Leistungssteigerung möglich machen kann.

Die Leistungssteigerung durch optimales Sehen kann zwar generell auch durch Brillen erreicht werden, wenn möglich, ist jedoch grundsätzlich zu Contactlinsen beim Sport zu raten. Contactlinsen bieten beim Sport, gegenüber der Brille, deutliche Vorteile:

Durch das Tragen von Contactlinsen wird, im Gegensatz zur Brille, das Gesichtsfeld nicht eingeengt
Abhängig von der Brillenstärke, wird die Abbildung bei Brillengläsern am Glasrand unschärfer, nur Contactlinsen garantieren eine optimale und scharfe Rundumsicht
Contactlinsen können im Gegensatz zur Brille während dem Sport nicht beschlagen, rutschen, zerbrechen, zerkratzen oder herunterfallen
Mit Contactlinsen sind sämtliche Bewegungen möglich, sie können nur schwer herausfallen

Grundsätzlich sind alle Contactlinsen zum Sport sehr geeignet. DIE Sportcontactlinse gibt es jedoch nicht. Welche Contactlinse die beste ist, ist von vielen individuellen Faktoren abhängig:

    * Sportart
    * Sehfehler
    * Augenform
    * Tränenqualität/quantität
    * Tragedauer
    * Umgebungsbedingungen


Generell sind die Anforderungen an eine Contactlinse beim Sport durch die körperliche Belastung sehr hoch. Genauso wie man z.B. Wert legt auf einen gut passenden Joggingschuh oder einen guten Tennisschläger, sollte man eine entsprechend optimal angepasste Contactlinse zum Sport tragen

Lassen auch Sie sich von unserer Kompetenz überzeugen und sehen Sie den Unterschied beim Sport mit Ihren Contactlinsen. Wir beraten Sie gerne und kompetent!

Schlafen mit Contactlinsen – aufwachen und ohne Hilfe sehen!

Schlafen mit Contactlinsen – aufwachen und ohne Hilfe sehen!

Was sich anhört wie ein Traum, ist wahr geworden! Jetzt gibt es Contactlinsen, die nachts getragen werden und dabei die Hornhaut des kurzsichtigen Auges so modellieren, dass tagsüber jegliche Sehhilfe überflüssig ist.

So eine Brille ist schon lästig: Sie wird bei Regen nass, behindert das unbegrenzte Sehen, rutscht und sitzt einfach immer auf der Nase. Contactlinsen sind da viel bequemer! Sie erlauben freies Sehen und ein uneingeschränktes Blickfeld. Außerdem haben sie den Vorteil, dass die Umwelt in Originalgröße erscheint und nicht kleiner, wie bei Brillen für Kurzsichtige oder größer, wie bei Brillen für weitsichtige Menschen.

Eine (leider) relativ unbekannte Methode der Kurzsichtigkeit zu begegnen, ist das Tragen der „Schlafen & Sehen-Linsen“. Das Verfahren nennt sich Orthokeratologie (kurz Ortho-K). Bei diesem nicht-operativen Vorgang korrigiert und optimiert die Linse über Nacht die Wölbung der Vorderfläche des Augen – der Hornhaut. Bei sorgfältiger Auswahl der Spezialcontactlinse kann eine schwache bis mittlere Kurzsichtigkeit und eine schwache Hornhautverkrümmung vollständig ausgeglichen werden.

 

Die Entwicklung der Orthokeratologie

Früher – Schon seit den 60er Jahren versuchte man die Form der Augen durch Contactlinsen zu beeinflussen. Man kannte allerdings nur gasundurchlässige Materialien und nicht so exakte Mess- und Fertigungsmethoden wie heute, um gute Erfolge zu erzielen. Es dauerte oft viele Monate und man benötigte viele Linsen für ein Auge, ehe man zum Ziel kam.

Heute – Dem Contactlinsen-Spezialisten stehen durch Weiterentwicklungen ganz andere Linsengeometrien zur Verfügung. Die Messverfahren sind computerunterstützt und die Fertigung perfektioniert. Dazu kommt, dass inzwischen höchst sauerstoffdurchlässige Contactlinsen-Materialien entwickelt wurden, die den Stoffwechsel des Auges fast gar nicht mehr beeinflussen. Die High-Tech-Contactlinsen ermöglichen daher auch die moderne „beschleunigte Orthokeratologie“: Die Linsen werden über Nacht getragen und bereits nach der ersten Nacht sind etwa 2/3 der Kurzsichtigkeit korrigiert. Die meisten “Schlafen & Sehen-Linsen“-Träger können schon nach zwei bis drei Tagen sicher und ohne Contactlinsen oder Brille sehen.

 

Eine Lösung auf Zeit - Wie funktioniert's?

Die Vorderfläche des Auges – die Hornhaut – ist hauptverantwortlich für eine Fehlsichtigkeit. Sie hat Einfluss darauf, ob die Abbildung der gesehenen Gegenstände präzise auf unserer Netzhaut abgebildet werden. Eine kleine Veränderung der Hornhautform führt für einige Zeit zu klarem Sehen.

Da der Vorgang auch wieder umkehrbar ist, müssen die “Schlafen & Sehen-Linsen“ nach einem abgestimmten Trageplan acht Stunden lang – meist jede Nacht – getragen werden. So bleibt die gewünschte Hornhautform erhalten. Durch die spezielle Form der Contactlinse ist es möglich, die äußerste Hornhautschicht in ihrer Form so zu verändern, dass das Zentrum zwischen 3 und 27 Mikrometer flacher wird (ein Haar ist 125 Mikrometer dick).

Die kleinen Wunderschalen sind höchst sauerstoffdurchlässig und etwas größer als herkömmliche formstabile Contactlinsen, wodurch der Tragekomfort sehr hoch ist. Auch mit den Contactlinsen ist ein einwandfreies Sehen möglich, so dass der Ortho-K-Linsenträger 24 Stunden lang gute Sicht hat. Die Brille wird überflüssig.

Während des Schlafes spürt man die Contactlinsen überhaupt nicht. Auch ein anderer Aspekt ist für die Augen sehr angenehm: Durch das Tragen in der Nacht, kommt tagsüber 16 Stunden lang Sauerstoff pur an die Hornhaut.

 

Vorteile:

Gutes, befreites Sehen z.B. bei

    * der PC-Arbeit
    * Wind und Wetter
    * trockener, schlechter Luft
    * (Wasser-) Sport
    * der Kinderpflege in der Nacht
    * Notfällen
    * der Schichtarbeit

 

In den USA und Asien setzen einige Spezialisten die Orthokeratologie bereits bei Kindern ein, um den Prozess des Kurzsichtigwerdens abzuschwächen. Die ersten Studienergebnisse berichten über sehr gute Erfolge in der Myopieprävention .

 

Das Vorgehen

Im Zuge der umfassenden Beratung, vermisst der Ortho-K-Spezialist die Form der Hornhaut in mehr als 20.000 Punkten mit einem computergesteuerten Messgerät. Er ermittelt die Fehlsichtigkeit und prüft sorgfältig, ob die Hornhaut für die Orthokeratologie geeignet ist.

Nach etwa 14 Tagen bekommt der künftige Contactlinsenträger seine Linsen und trägt sie nach genauer Einweisung die erste Nacht. Am nächsten Morgen kommt er oder sie mit den Linsen auf den Augen zur Kontrolle. Viele Kunden sind schon nach einmaligem Tagen der Linsen überwältigt vom Erfolg. Es folgen noch mehrere Kontrollen an, um sicherzugehen, dass die Contactlinsen auch bei geschlossenen Lidern optimal sitzen.

Nach einem Jahr werden die Contactlinsen ausgetauscht, so dass sie garantiert immer die ideale Form haben und stets die richtigen Korrektur ermöglichen. Außerdem kann dann immer die größtmögliche Menge an Sauerstoff durch die Linsen an die Augen gelangen.

 

Ortho-K ist (zur Zeit) leider noch nicht geeignet bei:

    * Kurzsichtigkeit, die höher liegt als - 4,50 dpt
    * Hornhautverkrümmung, die größer ist als - 2,50 dpt
    * (Alters-)Weitsichtigkeit
    * krankhaft trockenen Augen
    * Augeninfektionen
    * krankhaften Veränderungen der Augenform
    * systemischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Rheuma

 

Gibt es Erfahrungen?

In den USA, in Australien, England, in Asien und natürlich auch in Deutschland blickt man auf über 20jährige Erfahrung und Perfektionierung zurück. In Deutschland gibt es diese Contactlinsen seit 1999. Die Linsen haben auch die Zulassung der strengsten Gesundheitsbehörde (FDA) in den USA und die europäische Zertifizierung nach ISO 9001 erhalten. Seitdem geht die Skepsis auch in Deutschland zurück. Das Team von Avermann Contactlinsen befasst sich seit 7 Jahren mit der Materie. Das Team besuchte zahlreiche Vorträge und Seminare zur Orthokeratologie und seit Juli 2002 freut sich Friederike Avermann selber jeden Tag über den großen Gewinn an Lebensqualität. Dank der kleinen Wunderschalen.

 
Was bringt die Zukunft?
Weltweit forschen Wissenschaftler intensiv auf dem Gebiet der Orthokeratologie. Die Kurzsichtigkeit ist in den industrialisierten Ländern - besonders in Asien – ein immer größeres Problem. Und damit ist nicht nur das „Verschwommensehen“ gemeint. Volkswirtschaftlich viel entscheidender sind etwa aus der Kurzsichtigkeit resultierende Schwierigkeiten mit der Netzhaut und dem Augenhintergrund. Wissenschaftler in China, dort sind in einigen Teilen des Landes bis zu 90% der Bevölkerung kurzsichtig, haben schon Orthokeratologielinsen zur Korrektur von -10 dpt entwickelt. Zur Zeit gibt es damit aber noch optische Abbildungsprobleme. Sicherlich schafft hier irgendwann eine spezielle Linsengeometrie Abhilfe. Ebenso wird daran gearbeitet, die Weitsichtigkeit mit Hilfe der Orthokeratologie zu beseitigen.

Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit

Contactlinsen für Ferne und Nähe ? ja, geht denn das?

Ab Mitte 40 bemerken Sie es bei sich oder Ihren Zeitgenossen: das Sehen in der Nähe funktioniert nicht mehr so gut und einfach wie bisher. Man muss das Gedruckte etwas weiter weg halten oder bessere Beleuchtung suchen. Die Augen sind nicht krank, wenn sie in der Nähe nicht mehr so gut sehen können! Es ist die ganz normale ?Altersweitsichtigkeit? (Presbyopie). Die Augenlinse ist einfach nicht mehr flexibel genug, alle Entfernungen scharf einzustellen. Es ist als ob der Zoom einer Kamera nicht mehr funktioniert.

Die Gruppe derer, welche die Presbyopie betrifft wird immer größer. Die geburtenstarken Jahrgänge der 60er Jahre sind langsam ?mittelalt? und sind dabei so jung und aktiv wie vor ihnen noch keine andere Generation. Deshalb engagiert sich die Contactlinsen-Industrie sehr stark für die Entwicklung der perfekten Contactlinse für Ferne und Nähe.

Natürlich kann man sich auch die erste Lese- oder Gleitsichtbrille kaufen, aber Mehrstärkenlinsen werden von immer mehr Verwendern als Schritt in eine neue Freiheit empfunden: Klare Sicht ohne ständige Brillensuche und ohne Anheben der Brille. Besonders geeignet sind Mehrstärkenlinsen für Menschen, die in verschiedenen Blickrichtungen und Distanzen arbeiten, aber auch für Sport und Freizeit.

Wie funktionieren diese Contactlinsen, die zwei oder mehr Stärken in sich tragen?

Es gibt drei Korrekturprinzipien:

    * Monovisonsprinzip
    * Alternierendes, bifokales Prinzip
    * Simultanes, multifokales Prinzip
 
Monovisionsprinzip


Die Monovision ist das einfachste Prinzip und wird weltweit am häufigsten angewendet. Mit herkömmlichen Contactlinsen wird das Führungsauge (so wie jeder ein Schwungbein oder eine ?Lieblingshand? hat, ist auch meistens ein Auge besser als das andere) für die Ferne und das andere Auge für die Nähe korrigiert. Viele Contactlinsen-TrägerInnen erzeugen den Monovisionseffekt von sich aus, indem sie auf einem Auge eine ältere, für die Ferne zu schwach gewordene Linse tragen und damit sehr gut in der Nähe sehen können. Am effektivsten ist Monovision bei beginnender Altersweitsichtigkeit, weil der Stärkenunterschied zwischen beiden Augen nicht so hoch ausfällt. Mit fortschreitender Altersweitsichtigkeit, bei der die Nahkorrektur verstärkt werden muss, können Schwierigkeiten beim räumlichen Sehen auftreten. Die meisten Experten raten dann von diesem Prinzip ab.

 
Die alternierende Technik

Wie beim Zweistärken-Brillenglas liegt das Nahsegment im unteren Teil der Contactlinse. Bei gesenktem Blick schaut der Linsenträger durch diesen Nahzusatz und hat in der Nähe ein deutliches Bild. Wenn er hochsieht, fällt der Blick durch den oberen Teil und die Ferne wird klar. Das funktioniert aber nur, wenn sich die Linse nicht durch den Lidschlag auf dem Auge dreht. Darum wird der Sitz bei diesem Linsentyp stabilisiert ? eine Besonderheit in der Formgebung macht´s möglich.

Contactlinsen nach dem alternierenden Prinzip weisen im Vergleich zu den anderen Systemen ein überdurchschnittlich gutes Kontrastsehen auf. Außerdem kann bei solchen Linsen eine hohe Fern- und Nahsehschärfe, auch bei fortgeschrittener Altersweitsichtigkeit, erzielt werden.

 
Simultan-Contactlinsen


Bei diesen Contactlinsen werden gleichzeitig das Nah- und das Fernbild abgebildet. Während der kurzen Eingewöhnungszeit werden manchmal beim Lesen kleine Doppelbilder oder Schatten wahrgenommen. Später ist das Gehirn dank der ?physiologischen Retusche? in der Lage, das Bild zu unterdrücken, das gerade nicht gebraucht wird. Vergleichbar ist die Situation, wenn man vor einem Schaufenster steht: Entweder schaut man auf die ausgestellte Ware oder man konzentriert sich auf sein Spiegelbild. In dem Moment nimmt man die Ware nicht mehr wahr.

Simultan-Contactlinsen funktionieren unabhängig von Blickrichtung und Entfernung. Einen Buchtitel im oberen Bereich des Bücherregals zu lesen ist damit ohne Probleme möglich. Auch sind sie für die Bildschirmarbeit geeignet, weil der Schärfenbereich von der Vorlage über den Bildschirm und darüber hinaus reicht.

 
Sind Mehrstärkenlinsen Mehrstärkenbrillen überlegen?


Bifokal- und Multifokallinsen bereiten, im Gegensatz zu Bifokal- oder Gleitsichtbrillen, absolut keine Probleme beim Treppensteigen. Der Grund dafür ist der geringe Abstand zum Auge bei Contactlinsen. Deshalb gibt es auch keine ?toten Winkel? oder perspektivische Verzerrungen, die bei Mehrstärkenbrillen oft entstehen.

 
Praxistest gibt Auskunft über Erfolg

Der Anpassung geht immer eine ausführliche Beratung voraus, in der die Anforderungen des Trägers analysiert werden. Bei der Messung werden dann alle wichtigen Daten ermittelt. Anschließend wird mit Messlinsen ein Praxistest durchgeführt. Bei diesem Praxistest werden verschiedene Typen von Mehrstärkenlinsen aufgesetzt mit denen das Sehen in allen Entfernungen simuliert wird. Darauf legt Avermann Contactlinsen ganz besonderen Wert. Denn dieser Toleranztest gibt dem Anpasser sofort Auskunft über das zu erwartende Ergebnis. Nur wenn der Praxistest ein gutes Ergebnis zeigt, rät der Contactlinsen-Spezialist zu einer Anpassung.

Je stärker die Hornhautverkrümmung, desto besser!

Je stärker die Hornhautverkrümmung, desto besser!

Ja, Sie haben richtig gelesen: Je größer die Hornhautverkrümmung ist, desto besser kann man sie mit Contactlinsen ausgleichen und desto mehr Nutzen zieht der Contactlinsen-Träger aus den Linsen.

Aber von vorne : Was ist eine Hornhautverkrümmung bzw. der sogenannte Astigmatismus? In den seltensten Fällen ist das menschliche Auge kugelrund wie ein Fußball. Es ist eher gewölbt wie ein Rugby-Ei. Das heißt, es hat zum Beispiel in senkrechter Richtung eine andere Krümmung als in waagerechter Richtung. Der Grund dafür liegt in den Augenlidern. Wenn die Lider den lieben langen Tag, jahraus, jahrein einen bestimmten Druck auf die Augäpfel ausüben, weicht ihre Form von einer Kugel ab.

Wie sehr die Form der Augenvorderfläche von einer Kugel abweicht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es muss nicht immer sein, dass die voneinander abweichenden Krümmungen 90° zueinander stehen – also z.B. waagerecht und senkrecht. Es kommt auch vor, daß die Achslagen verkippt zueinander liegen. Dann spricht man von einem irregulären Astigmatismus.

Setzt man nun – wie es früher gemacht wurde - auf so eine Hornhaut eine Contactlinse, deren Rückfläche symmetrisch rund ist und damit gar nicht auf die spezielle Augenform eingeht, kippelt die Contactlinse. Sie verursacht ein starkes Fremdkörpergefühl und ist optisch meistens überhaupt nicht ideal. Der Contactlinsenträger klagt dann über Schleiersehen. Formstabile Contactlinsen gehen in dieser Situation häufig verloren, weil sie derart stark kippeln, dass sie einfach vom Auge springen. Vergleichbar wäre der Effekt mit einem Ei (= Auge mit Hornhautverkrümmung), welches quer auf einem Eierbecher (= symmetrisch runde Contactlinse) liegt. Dieses Kippeln bewirkt auch einen in einer Richtung zu starken Druck auf die Hornhaut, weil die Auflage der Contactlinse ungleich verteilt ist. Gerade dieser Druck führt dazu, dass symmetrische Linsen auf „krummen Augen“ oft nicht so viele Stunden am Tag ertragen werden, wie es wünschenswert wäre.

Heute gibt es jede Menge Rückflächengeometrien bei Contactlinsen, die exakt auf die Hornhautform eingehen und sicher und bequem wie ein Handschuh sitzen. Entgegen hartnäckigen Gerüchten, gibt es weiche und formstabile Contactlinsen, die die Hornhautverkrümmung optimal korrigieren können.

Je größer die Hornhautverkrümmung, je krummer das Auge also ist, desto mehr Vorteile haben Contactlinsen gegenüber der Brille für den Träger.

Natürlich muss ein Contactlinsen-Anpasser auch in der Lage sein, das Auge exakt zu vermessen und dann die geeignete Contactlinse bestimmen. Bei Avermann Contactlinsen vermessen wir das Auge mit einem Computertopographen, der ganz genau Aufschluss über die individuelle Form des Auges gibt. Mit Hilfe von Messlinsen und einem Farbstoff, der genau zeigt, wo die Linse zu weit absteht oder zu eng anliegt, ermitteln wir die geeignete Contactlinsenform. Dank unseres Videosystems können wir Ihnen jeden Schritt, den wir zur optimalen Anpassung machen, anschaulich und nachvollziehbar erklären.

Welche Contactlinse ist die Richtige für mich?

Welche Contactlinse ist die Richtige für mich?

Die Vielfalt auf dem Markt der Contactlinsen ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Die Zeiten, in denen es nur weiche und harte Contactlinsen gab, sind glück licherweise vorbei. Heute gibt es für alle Sehanforderungen in einem komplexen Alltag die passende Linse: für die Arbeit am PC, für Menschen mit 36-Stundenschich ten, für Langstreckenflüge, zum Tauchen, für´s Golfen, zum Lesen. Es gibt die unterschied lichsten Rhythmen, die Linsen auszuwechseln: täglich, 14-tägig, monat lich, halbjähr lich, jährlich oder alle zwei Jahre. Und da soll noch einer durchblicken...?

Früher ermittelte der Contactlinsen-Spezialist ausschließlich, die geeignete Paßform und Stärke einer Contactlinse für jedes Auge. Heute ist selbstverständ lich jedes Auge immer noch völlig individuell. Aber unser Alltag ist komplexer ge worden. Viele von uns arbeiten stundenlang am Computer, gehen anschließend ins Fitness-Studio, essen dann das Abend essen und entspannen später vor dem Fernseher. An anderen Abenden gehen wir ins Kino, in die Disco oder in die Kneipe. Nachts werden vielleicht die privaten E-Mails beantwortet und ein bisschen im Internet gesurft. Die Summe von allem bedeutet für unsere Augen eine große Anstrengung.

Hinzu kommt noch, dass sich der Tränenfilm, in dem die Linsen schwimmen, verändert hat. Unseren älteren Kollegen, die seit mehr als 40 Jahren Contactlinsen anpassen, berichten, dass es früher nicht so viele Linsenträger gegeben hat, die über trockene Augen klagten. Zahlreiche Umwelteinflüsse wie moderne Lebensmittel, Klimaanlagen in Büro und Auto, hormonbelastetes Trinkwasser, Allergien und viele Medikamente verändern unseren Trä nenfilm und damit den Tragekomfort von Contactlinsen.

Dies sind die unterschiedlichen Voraussetzungen und Anforderungen, die ein Linsen-Interessent mitbringt. Nun ist es die Aufgabe des Contactlinsenspezialisten, den geeigneten Linsentyp für seinen Kunden herauszufinden. Dabei hilft ihm die große Auswahl an Linsen materialien und -typen, die Forscher in aller Welt entwickeln. Heutzutage gibt es etwa 25 verschiedene Weichlinsenmaterialien und ungefähr 15 gängige unterschiedliche Materialien für formstabile Linsen. Die vielen Farben, in denen einzelne Materia lien produziert werden, sind dabei noch nicht berücksichtigt. Alle Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften bezüglich der Sauerstoffdurchlässigkeit, der Benetzbarkeit, der Robustheit, der Neigung zu Ablagerungen und der Speicherung von Flüssigkeit.

Optimale Sauerstoffversorgung der Vorderfläche des Auges

Das höchste Ziel des Contactlinsen-Spezialisten und der Contactlinsen-Industrie ist es, für jeden Fehlsichtigen komfortable Contactlinsen zu finden, die er bei bester Sauerstoffversor gung ohne zeitliche Einschränkung tragen kann. Eine Linse mit guter Optik und nicht so gu ter Verträglichkeit ist keine zufriedenstellende Lösung für den Anwender. Der Contactlinsen-Träger soll möglichst wenig von den Linsen merken. Er soll die Linsen „vergessen“, in dem er uneingeschränkt gut damit sieht und sie nicht fühlt.

Die wichtigste Forderung an die Contactlinse für jahrzehntelangen optimalen Tragekomfort ist die Sauerstoffdurchlässigkeit. Während Linsen ganz zu Beginn – vor mehr als hundert Jahren – gar keinen Sauerstoff an das Auge gelangen ließen, steigerte sich der Sauerstoff durchlass in den letzten Jahren. Bis zu den 90er Jahren bewegte sich die Sau erstoffdurch­lässigkeit bei bis zu 70%. Zum Vergleich: Befindet sich gar keine Contactlinse auf dem Auge, erhält es 100% der Sauerstoffes aus der Luft. Weiche Linsen der neuesten Gene ration las sen 100% Sauerstoff an das Auge. Es macht bei regelgerechter Anwendung für das Auge keinen Unterschied, ob man diese Contactlinsen trägt oder nicht. Daher haben die Tag- und Nachtlinsen von europäischen Behörden und der sehr strengen amerikanischen Gesund heitsbehörde Food and DrugAdministration (FDA) die Zulassung bekommen, 30 Tage und Nächte ununterbrochen getragen werden zu dürfen.

Ebenfalls wachsender Beliebtheit erfreuen sich die „Schlafen & Sehen-Contactlinsen“, die man ausschließlich nachts trägt. Tagsüber braucht man dann keine Linsen mehr, weil die speziell geformten Contactlinsen nachts die Form der Vorderfläche des Auges sanft so ver ändert, dass tagsüber ohne Sehhilfe die optimale Sehschärfe erreicht wird. Trägern dieser Nachtlinsen macht die trockene Büroluft nichts aus und sie können keine Linsen mehr verlie ren, wenn sie ihren Sport ausüben. Bis zu - 4,5 dpt Kurzsichtigkeit und schwache Hornhaut verkrümmung können wir zur Zeit mit diesen Contactlinsen korrigieren.

Warum möchten Sie die Linsen tragen?

Contactlinsentyp

Ich bin kurzsichtig.

Formstabil, weich, Tag+Nachtlinse, Nachtlinse, Ein tageslinse

Ich bin weitsichtig.

Formstabil, weich, Tag+Nachtlinse, Eintageslinse

Ich habe eine Hornhautverkrümmung.

Formstabil, weich, Tag+Nachtlinse, Nachtlinse, Ein tageslinse

Ich möchte meine Gleitsichtbrille nicht mehr tragen.

Formstabil, weich, Eintageslinse

Ich trage nur eine Lesebrille.

Formstabil, weich, Eintageslinse

Ich erlebe extreme Situationen (z.B. 36 Stundenschichten, Langstreckenflüge).

Tag+Nachtlinse

Ich habe trockene Augen.

Weich, Tag+Nachtlinse, Nachtlinse

Ich möchte meine Linsen möglichst wenig pflegen.

Tag+Nachtlinse, Eintageslinse

Ich liebe es zu tauchen und zu schnorcheln.

Formstabil, weich, Tag+Nachtlinse, Nachtlinse, Ein tageslinse

Ich möchte 24 Stunden täglich gut sehen.

Tag+Nachtlinse, Nachtlinse

Ich möchte ohne Brille oder Linsen gut sehen.

Nachtlinse

Ich habe Bedenken, mich lasern zu lassen.

Nachtlinse

Ich möchte Linsen und Brille im Wechsel tragen.

Weich, Eintageslinse

 

Welche Anforderungen können welche Contactlinsen erfüllen?

Unübersichtlichkeit im Internet

Können Sie sich angesichts der vielen Faktoren, die bei der Auswahl der richtigen Contactlinse bedacht werden müssen, vorstellen, Contactlinsen im Internet zu bestellen? Auf dem europäischen Markt ist es zur Zeit noch möglich, fast jede Contactlinse – außer der individuell gefertigten – im Internet zu bestellen. In den USA ist inzwischen wieder die Voruntersuchung und die Verordnung eines Contactlinsen-Spezia listen (Optometristen) zwingend für die Linsenbestellung im Internet nötig. Das ist unseres Erachtens der einzige Weg zum sicheren Tragen von Contactlinsen – ob aus dem Internet oder bei anderen Erwerbswegen. Neben den vielen Eigenschaften, die verschiedene Con tactlinsen mitbringen, ist jedes Auge und jeder Mensch und seine Situation einzigartig. Dem kann der Versandhan del ohne weiteres nicht gerecht werden, so dass viele Internetshopper entweder unbequeme Linsen tragen oder Linsen, mit denen sie nicht optimal sehen. Ihr Fehlschluss ist dann die Annahme, Contactlinsen seien für sie nicht geeignet. Schade! Für 98% aller Fehlsichtigen gibt sehr zufriedenstellende Lösungen mit Contactlinsen – vorausgesetzt die Beratung stimmt ...